Fachbereich Arbeit/Wirtschaft-Technik

 

Fächer

Zum Fachbereich AWT gehören im Haupt- und Realschulzweig die Fächer Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft/Gesundheit & Soziales. Im Gymnasialzweig gibt es Schnittmengen mit dem Fach Politik-Wirtschaft.

Ein großer Bereich innerhalb des Fachbereiches Arbeit/Wirtschaft-Technik bildet die berufliche Orientierung. Dem Fachbereich AWT obliegt die Koordination der gesamten BO-Maßnahmen der KGS Schwarmstedt. Diese Koordination läuft im Haupt- und Realschulzweig über das Fach Wirtschaft und im Gymnasialzweig über das Fach Politik-Wirtschaft.

 

Bildungsauftrag des Fachbereiches

Die Welt ist durch einen schnellen Wandel geprägt. Lebensmuster, Werteorientierungen, Technolo-gien und davon ableitend soziale Strukturen verändern sich laufend. Allen voran der globale Wandel, die Forderung zur Nachhaltigkeit und Mobilität sowie die Digitalisierung in der Lebens-und Arbeitswelt in Verbindung mit einem für die Heranwachsenden nahezu unbegrenzten Feld beruflicher Möglichkei-ten bieten Chancen und stellen Herausforderungen zugleich.

Der Fachbereich Arbeit/Wirtschaft-Technik (AWT) begegnet der zunehmenden Differenzierung von Selbstkonzepten, indem es Übergänge von Schule in den Beruf fokussiert und die Schülerinnen und Schüler als Gestalter ihrer eigenen Berufsbiographie wahrnimmt. Die Auseinandersetzung mit aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Arbeitswelt erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Chancen für eine berufliche Erstausbildung. Mit dem Erwerb spezifischer Kompetenzen tragen die Fächer des Fachbereichs AWT dazu bei, die Anschlussfähigkeit an die gymnasiale Oberstufe sicherzustellen. Ebenso von Bedeutung sind die Arbeitsweltorientierung und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Berufsfeldern. Die Schule ermöglicht es damit den Schülerinnen und Schülern, Vorstellungen über Berufe und über eigene Berufswünsche zu entwickeln, die über eine schulische Ausbildung, eine Ausbildung im dualen System oder über ein Studium zu erreichen sind. Der Fachunterricht leistet durch die Arbeitsweltorientierung einen besonderen Beitrag zur schulischen Gesamtaufgabe der beruflichen Orientierung. Die mit dem Bildungsauftrag des Niedersächsischen Schulgesetzes angelegten Ziele, „ökonomische und ökologische Zusammenhänge zu erfassen“ und „sich im Berufsleben zu behaupten“ stehen dabei als Handlungsmaxime der im Fachbereich vermittelten Kompetenzen. Das Zusammenspiel von Alltagskompetenzen mit den gesellschaftlichen, (haushalts-)technischen und wirtschaftspolitischen Zusammenhängen ist fachliche und didaktische Grundlage des Fachbereiches. Diesem untergeordnet zeichnet sich der Unterricht durch folgende Leitideen und Zielsetzungen aus.

Alle Fächer des Fachbereichs AWT …

Ø … fördern das Gefühl der Selbstwirksamkeit der Schülerinnen und Schüler und vermitteln ein posi-tives Bild der eigenen Zukunftsfähigkeit.

Ø … betrachten das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Wirtschaft mit dem Ziel der Verbes-serung von Lebensqualität und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und

Ø … wägen den Einsatz traditioneller und digitaler Techniken nach ihren Folgen kritisch ab.

Ø … leisten im besonderen Maße eine reflektierte Technikfolgenabschätzung.

Ø … bieten den Schülerinnen und Schülern Anlässe, technische und ökonomische Sachverhalte aus ihrer eigenen Umwelt mit gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen zu verknüpfen.

Ø … sind im besonderen Maße für die Vermittlung von Alltagskompetenzen angelegt.

Ø … berücksichtigen die vollständige Handlung als Modell der Produkt- und Projektorientierung.

Ø … fördern mit produktorientierten Aufgaben die fachlichen, motorischen, personalen und sozialen Kompetenzen zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt und geben auch der schöpferischen Freiheit der Schülerinnen und Schüler ausreichend Raum.

Ø … legen grundlegende/elementare handwerklich-technische, hauswirtschaftliche und ökonomische Voraussetzungen bei den Schülerinnen und Schülern an und fördern das praktische Arbeiten.

Ø … bieten Chancen, um besonders Mädchen und junge Frauen für MINT-Berufe und Jungen sowie junge Männer für Sozialberufe zu interessieren.

Ø … orientieren sich an den gesamtschulischen Aufgaben und bahnen fächerübergreifenden Unterricht und Projektarbeit an.

Im Fachbereich Arbeit/Wirtschaft-Technik erwerben die Schülerinnen und Schüler eine Multiperspektivität und notwendige inhaltliche Tiefe, die sie zu Gestaltern ihrer persönlichen und beruflichen Zukunft werden lässt. Als entscheidungs- und interventionsfähige Berufsnehmerinnen und – nehmer, als Konsumentinnen und Konsumenten können sie reflektierte und verantwortungsbewusste (Kauf-)Entscheidungen treffen und beziehen auch mit Blick auf die Wahrung von Umwelt und Natur ihr Wissen um deren Zerbrechlichkeit in ihr ökonomisches Handeln mit ein. Die drei Fächer Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft/Gesundheit & Soziales tragen dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler die für den erfolgreichen Schulbesuch und die gesellschaftliche Teilhabe notwendigen sprachlichen Kompetenzen erwerben. Die kompetente Verwendung von Sprache ist deshalb auch hier Teil des Unterrichts. Im Unterricht geht es darum, die Lernenden schrittweise und kontinuierlich von der Verwendung der Alltagssprache zur kompetenten Verwendung der Bildungssprache einschließlich der Fachbegriffe aus den Bereichen von Beruf, Wirtschaft und Technik zu führen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Gelegenheit, die Bildungssprache und die Fachsprache aufzunehmen, selbst zu erproben und Sprachbewusstsein zu entwickeln. Dabei werden die verwendeten sprachlichen Mittel und die sprachlichen Darstellungsformen zunehmend komplexer.

 

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sind am Ende der Schuljahrgänge 9 und 10 in der Lage, als Konsumentinnen und Konsumenten reflektierte und verantwortungsbewusste (Kauf-)Entscheidungen zu treffen und beziehen auch mit Blick auf die Wahrung von Umwelt und Natur ihr Wissen um deren Zerbrechlichkeit in ihr ökonomisches Handeln mit ein. Darüber hinaus ist die im Bildungsbeitrag angelegte berufliche Orientierung und Entscheidungsfähigkeit der zukünftigen Berufsnehmerinnen und -nehmer gestärkt. Die im Schülerbetriebspraktikum ergänzen die Kompetenzen des jeweiligen Fachunterrichts. An dieser Stelle greifen Fachunterricht und Schülerbetriebspraktikum ineinander. Im Fachbereich Arbeit/Wirtschaft-Technik werden in der Sekundarstufe I fachspezifische Grundlagen für die Wirtschaftsanteile des Faches Politik-Wirtschaft in der Einführungsphase gelegt. Um die Anschlussfähigkeit im Fach Politik-Wirtschaft nach dem 10. Schuljahrgang zu gewährleisten, werden, speziell im Fach Wirtschaft, die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe berücksichtigt.

 

Leistungsbewertung und Leistungsfeststellung

Der an Kompetenzerwerb orientierte Unterricht bietet den Schülerinnen und Schülern einerseits aus-reichend Gelegenheiten, Problemlösungen zu erproben, andererseits fordert er den Kompetenznach-weis in Leistungssituationen. Ein derartiger Unterricht schließt die Förderung der Fähigkeit zur Selbst-einschätzung der Leistung ein. In Lernsituationen dienen Fehler und Umwege den Schülerinnen und Schülern als Erkenntnismittel, den Lehrkräften geben sie Hinweise für die weitere Unterrichtsplanung. Das Erkennen von Fehlern und der produktive Umgang mit ihnen sind konstruktiver Teil des Lernpro-zesses.

Leistungsfeststellungen und Leistungsbewertungen geben den Schülerinnen und Schülern Rückmeldungen über die erworbenen Kompetenzen und den Lehrkräften Orientierung für notwendige Maßnahmen zur individuellen Förderung. Neben der kontinuierlichen Beobachtung der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess und ihrer individuellen Lernfortschritte werden die Ergebnisse mündlicher, schriftlicher und anderer fachspezifischer Lernkontrollen zur Leistungsfeststellung herangezogen. Schriftliche Lernkontrollen und mündliche Abschlussprüfungen sind leitfragenorientiert und materialgebunden angelegt. In Lernkontrollen werden überwiegend Kompetenzen überprüft, die im unmittelbar vorangegangenen Unterricht erworben werden konnten. Darüber hinaus werden jedoch auch Problemstellungen einbezogen, die die Verfügbarkeit von Kompetenzen eines langfristig angelegten Kompetenzaufbaus überprüfen. In schriftlichen Lernkontrollen werden alle drei Anforderungsbereiche berücksichtigt. Mündliche und fachspezifische Leistungen gehen mit einem höheren Gewicht in die Gesamtbewertung ein als die schriftlichen Leistungen.

Zu mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen zählen z.B.:

Ø Beiträge zum Unterrichtsgespräch

Ø Mündliche Überprüfungen

Ø Selbstständige Bearbeitung von Arbeits-und Wochenplänen

Ø Unterrichtsdokumentationen (z. B. Protokoll, Praktikumsbericht, Lernbegleitheft, Lerntagebuch, Portfolio)

Ø Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen

Ø Präsentationen, auch mediengestützt (z. B. durch Einsatz von Multi Media, Plakat, Modell)

Ø Ergebnisse von Partner-oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung

Ø Langzeitaufgaben und Lernwerkstattprojekte

Ø Freie Leistungsvergleiche (z. B. Schülerwettbewerbe)

Bei kooperativen Arbeitsformen werden sowohl die individuelle Leistung als auch die Gesamtleistung der Gruppe in die Bewertung mit einbeogen. So werden neben methodisch-strategischen auch die sozial-kommunikativen Leistungen angemessen berücksichtigt

Berufs- und Studienorientierung

Maßnahmen "Soziale Kompetenz"         
Maßnahmen "Fachspezifische Kompetenz"         
Maßnahmen "Berufswahl und Praxis"         
Maßnahmen "Profilbildung"

 

Berufsberatung

Herr Thies - Berufsberater der Agentur für Arbeit (HS/RS)
Herr Freimuth- Berufsberater der Agentur für Arbeit (Gym)

Ausbildungs- und Praktikumsplatzportal für den Heidekreis

BERUFSWEG-APP Flyer
BERUFSWEG-App und BERUFSWEG-System

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